Arnsdorf, Wallfahrtskirche "Maria im Mösl"

Der Ursprung der Wallfahrtskirche „Maria im Mösl“ geht der Überlieferung nach auf ein Marienbild zurück, das seinerzeit alle Wirren und kriegerischen Ereignisse überdauert haben soll, weil man es immer rechtzeitig in den damaligen Waldungen versteckt hatte. Über sein Aussehen gibt es jedoch keinerlei Hinweise.

Der Lokalhistoriker Seethaler, um 1820 Pfleger in Laufen, ging von der Annahme aus, dass eine erste Kirche im Weiler Arnsdorf um 1241 durch das Stift Michaelbeuern errichtet worden wäre. 1464 musste der Turm der Kirche, in welchem immerhin drei relativ schwere Glocken aufgehängt waren, erneuert werden. 1507 wurde auch mit dem Bau einer neuen Kirche begonnen, die 1520 geweiht wurde.

Ende des 17. Jahrhunderts wurde der damals spätgotische Bau sowohl Außen, als auch Innen, barock umgestaltet. 1752 wollte man das Steingewölbe durch ein leichteres Muldengewölbe ersetzen, dabei kam es beim Abtrag zu einem tragischen Einsturz, welcher mehrere Todesopfer forderte. 1838 beschädigten heftige Stürme den ursprünglichen Doppelzwiebelturmhelm, woraufhin er um einen Zwiebel reduziert wurde.

Die Inneneinrichtung wurde im Geschmack der damaligen Zeit erneuert, wobei man sich namhafter Künstler, vor allem aus Tittmoning und Ried (Itzlfellner, Schwanthaler u.a.) bediente. Der barocke Innenraum fällt besonders durch den prägenden blauen Anstrich verschiedener Einrichtungsgegenstände auf, welcher aus den Jahren 1847/48 stammt. So entstand zu Ehren der Mutter Gottes ein Gesamtkunstwerk, das heute im Zusammenhang mit dem Lied von der stillen heiligen Nacht und dessen Komponisten, dem Lehrer Franz Xaver Gruber in Verbindung steht. 

Zur Zeit findet eine umfassende Kirchenrenovierung statt. Wir bitten um Ihre Spende! Anmeldung für Wallfahrer bitte in der Pfarrkanzlei

 

Text: Josef Haunschmidt; https://www.sakralbauten.at/wallfahrtskirche-maria-im-moesl-lamprechtshausen/

Bilder: Pfarre; https://www.sakralbauten.at/wallfahrtskirche-maria-im-moesl-lamprechtshausen/; Sepp Hufnagel